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KÜNSTLICHE HORNHAUT
 

30. Oktober 2007
Die letzte Rettung - eine künstliche Hornhaut
Nun gibt es auch Hoffnung für Patienten mit schweren Hornhauterkrankungen, welche dringend auf ein Spenderorgan warten. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung und Wissenschaftlern der Klinik für Augenheilkunde in Regensburg haben erstmals eine komplett künstliche Hornhaut entwickelt.

"Die Anforderungen, eine künstliche Hornhaut herzustellen, sind enorm", so Projektleiter Joachim Storsberg gegenüber pressetext Deutschland. "Basis unserer künstlichen Hornhäute ist ein kommerziell erhältliches Polymer, das kein Wasser aufnimmt und auf dem keine Zellen anwachsen", erklärt der Chemiker. Das Schwierige am ganzen ist es einerseits an den gewünschten Stellen Zellen wachsen zu lassen, andererseits genau dies zu verhindern. Dazu wird das künstliche Implantat selektiv beschichtet, damit sich das Hornhautimplantat fest mit dem natürlichen Teil der Hornhaut verbinden kann, während die Mitte der Hornhaut frei von Zellen und somit klar bleibt.

In Österreich gibt es die Möglichkeit der Transplantation einer künstlichen Hornhaut derzeit nur an der Salzburger Universitätsklinik. Mehrere Möglichkeiten stehen dafür zur Auswahl. So wird in Salzburg – als einem von nur fünf Zentren weltweit (!) – die Implantation der sogenannten „Osteo-Odonto-Keratoprothese“ durchgeführt. Sie wird aus einem Zahn des Patienten gefertigt.

Für eine Untersuchung an der Salzburger Hornhaut-Ambulanz (Ambulanzleitung: Univ.-Doz. Dr. Josef Ruckhofer) benötigen Sie eine Überweisung von Ihrem Facharzt für Augenheilkunde - wenden Sie sich hier bitte vertrauensvoll an Dr. Christian Kunze in Dornbirn, der ihnen gerne für weitere Informationen und Fragen zur Verfügung steht.


Hornhaut spenden - Augenlcht retten