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FÜNF MONATE SPÄTER...
 

06. November 2007
Fünf Monate später...
Inzwischen sind fast schon fünf Monate vergangen, nachdem ich mich der Hornhauttransplantation in Innsbruck unterzogen habe. Dank der ausgezeichneten Operation von Prof. Dr. Philipp und der hervorragenden Betreuung durch Dr. Christian Kunze in Dornbirn kam es zu keinen groben Komplikationen.

Bereits drei Tage nach der Operation konnte ich die Uniklinik in Innsbruck wieder verlassen und mich nach Hause begeben. In den ersten Wochen folgte natürlich eine intensive Kontrolle in der Praxis von Dr. Kunze in Dornbirn. Weiters war natürlich auch eine sehr intensive Tropfentherapie angesagt. Fast schon im Viertelstundentakt sorgten die diversen Tropfen und Salben dafür, dass die neue Hornhaut sich perfekt "einleben" konnte. Beim sehen gab es keine Probleme, ausser das ich natürlich noch nicht ganz klar sehen konnte. Aber weder das aggressive Sonnenlicht noch sonst irgendwelche Einflüsse haben gestört.

Erst knapp 1 1/2 Monate später tauchten dann einige Probleme auf. Das Auge wurde sehr lichtempfindlich und sogar bei Regenwetter und Wolken musste ich teilweise mit Sonnenbrille im Freien unterwegs sein, da alles sehr geblendet hat. Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Narbe noch nicht ganz geschlossen hat und sich auch die Hornhautoberfläche nicht ganz glatt präsentierte.

Erste Abhilfe verschaffte eine spezielle, optische Brille die mir vom Optikerspezialisten Rudi Präg aus Dornbirn empfohlen wurde. Spezielle Tropfen und Salben die mir von Dr. Kunze verschrieben wurde, hatten schlussendlich den Erfolg, dass die Narbe nun komplett verheilen konnte.

Zum heutigen Zeitpunkt sind nun keine großen Komplikationen mehr vorhanden. Einzig zwei Gefässe sind derzeit noch an der Grenze des neuen Transplantates zu sehen, welche mit Kortisontropfen aber versucht werden, sich nicht weiterzubilden, da sonst die Gefahr bestehen würde, dass sich diese Gefässe in die "fremde" Hornhaut einwachsen und es so zu Abstossungsreaktionen kommen kann. Ein weiteres "kleines" Problem ist noch, dass die Hornhautoberfläche noch zu trocken ist und nicht ganz glatt. Auch hier wird versucht mit speziellen Tropfen dieses Problem zu beseitigen.

Knapp fünf Monate nach dem Eingriff kann ich somit sagen, dass ich die Entscheidung sicher nicht bereut habe. Zwar ist mit dem operierten Auge noch kein klares Sehen möglich, doch dies kann bis zur Entfernung der Nähte gehen, welche meistens ein Jahr nach der Transplantation vorgenommen wird. Der "Gesamtzustand" meines Sehens hat sich aber etwas gebessert, was ohne Operation sicher nicht der Fall gewesen wäre.


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