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Verletzungen

VERLETZUNGEN

Verletzungen

Da die Hornhaut sehr viele Nerven besitzt, ist sie stark schmerzempflindlich.


Verätzungen

Bei Verätzungen ist die sofortige richtige Behandlung am Unfallort entscheidend. Das Auge sollte sofort unter fließendem Wasser gespült werden und der Betroffene muß umgehend in eine Augenklinik. Zur lokalen Behandlung werden Antibiotika, Mydriatika (pupillenerweiternde Mittel) und Kortikosteroide verabreicht, um Infektionen, Entzündung und Reizung zu unterdrücken. Systemisch kommen Substanzen zum Einsatz, die den Schmerz lindern, die Entzündung hemmen, den Spiegel von Glukose und Ascorbinsäure im verätzten Gewebe ausgleichen.

Bei mittelschweren Verätzungen kann eine Loslösung der Bindehaut notwendig werden, damit entzündungserregende Substanzen besser abfließen können. Bei schweren Verätzungen muß möglicherweise die Bindehaut ausgeschnitten werden. Insgesamt ist bei schweren Verätzungen die Prognose eher ungünstig.


Verbrennungen

Bei Verbrennungen ist oft die gesamte Epithelschicht der Hornhaut verschorft. Deshalb wird das Epithel entfernt. Darunter kommt das klare Gewebe der Hornhaut zum Vorschein. Bleibt die Hornhaut längere Zeit ohne den Schutz des Epithels, so kann eine harte Kontaktlinse aufgeklebt werden.

Zusammenfassend ist die Therapie ähnlich, wie bei den Verätzungen. Bei größeren Schäden der Bindehaut kann eine Transplantation aus dem Partnerauge sinnvoll sein. Möglich ist auch die Gewinnung von Schleimhaut aus der Mundhöhle, die in das verbrannte Auge eingepaßt wird.


Perforationen

Bei perforierenden Hornhautverletzungen wird die Hornhaut komplett durchstoßen. Häufigste Unfallursachen sind Arbeiten mit Hammer und Meißel, Explosionen und Glasscheibenverletzungen.

Die wichtigsten Symptome einer Perforation sind:
> flache oder aufgehobene vordere Augenkammer
> Vorfall von Iris oder Glaskörper verbunden mit einer vorgezogenen Pupille
> eine quellende Linse und
> Blutungen in der vorderen Augenkammer oder dem Glaskörper.

Bei perforierenden Verletzungen sollte schon bei einem bloßen Verdacht das Auge steril abgedeckt und der Betroffenen umgehend zu einem Augenarzt gebracht werden.

Perforationen, die kleiner als einen Millimeter sind, verheilen häufig durch eine Aufquellung des Gewebes von selbst. Größeren Wunden müssen chirurgisch versorgt werden. Die Wundheilung dauert oft mehrere Monate.

Nach einer Operation ist eine lokale und systemische Versorgung mit Antibiotika zur Verhinderung einer Infektion notwendig. Kommt es zur Einschleppung von Keimen ins Augeninnere kann es nach einer Endophtalmitis zur Erblindung kommen


Prellungen

Prellungen können zum Einreißen der Descemetschen Membran der Hornhaut führen. Als Folge davon kann es zu eine Aufquellung des Hornhautparenchyms kommen. Diese Quellung läßt sich nicht rückgängig machen.

Bei einer Blutung in die vordere Augenkammer über längere Zeit können die Blutabbauprodukte in tiefere Schichten der Hornhaut eindringen. Daraus entwickeln sich scheibenförmige rötliche Trübungen, die sich später grünlich oder gelblich verfärben. Einige Trübungen sind ebenfalls irreversibel.


 




 

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