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VORWORT
 

Diese Seiten wurden erstellt, um einiges an Wissen rund um die Hornhaut und die Hornhauttransplantation an Betroffene und Interessierte weiterzugeben.



 

Durch eine Autoimmunerkrankung (Polyglanduläres Autoimmunsyndrom) wurden auch meine Augen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass ich von Jahr zu Jahr immer schlechter gesehen habe. Es kam sogar schon soweit, dass ich nicht einmal mehr die Tageszeitung lesen konnte. Der Grund für diese starke Beeinträchtigung war eine schwere degenerative Hornhautveränderung durch Narben und intrastromale Verkalkungen. Weiters sind in meine Hornnhaut fast bis ins Zentrum Gefässe eingewachsen, wodurch es zu einer schweren Keratopathie (Eintrübung der Hornhaut) kam.


 
 

Auf Anraten von meinem Augenarzt OA Dr. Christian Kunze versuchten wir erst durch verschiedene "Tropfentherapien" eine Verbesserung der Situation herbeizuführen. Doch als wir merkten, dass dies nicht den gewünschten Erfolg bringt, entschlossen wir uns zu einer Hornhauttransplantation (Keratoplastik).

Nach den notwendigen Vorabuntersuchungen im Herbst 2006 hat mich Dr. Kunze im Frühjahr 2007 für die Keratoplastik angemeldet. Und schon kurze Zeit später kam dann der Anruf aus der Uniklinik Innsbruck dass die Hornhautdatenbank in Holland eine passende Hornhaut für mich zur Verfügung hätte.

Da durch meine komplizierte Krankheit und durch den Umstand, dass ich Gefässe in der Hornhaut hatte und daher eine spezielle Spenderhornhaut benötigte wurde, war ich erstmals etwas erstaunt, dass das ganze so schnell ging, zögerte aber keinen Moment und fixierte im Juni 2007 den OP Termin.

Der Tag X näherte sich und ich reiste, etwas nervös aber guten Mutes nach Innsbruck. Am Dienstag, den 19. Juni 2007 war dann um 12.30 Uhr der Eingriff angesetzt. Durch eine meiner Erkrankungen (Morbus Addison) hat man sich schlussendlich nur zu einer Teilnarkose entschlossen, sodass ich den gesamten Eingriff mitbekommen habe. Hier habe ich dann mitbekommen, dass Herr Prof. Dr. Wolfgang Philipp sehr ruhig und problemlos den Eingriff vorgenommen hat.

Nicht einmal 30 Minuten später war alles vorbei und ich konnte wieder auf die Station zurückkehren. Sehr gefreut hat es mich dann, als schon kurze Zeit später mein Augenarzt Dr. Christian Kunze bei mir vorbei kam und sich nach dem Befinden erkundigte. Er war dann auch der erste, der mit erstmals meine "Augenklappe" abnahm und die neue Hornhaut begutachtete.

Dass Herr Prof. Dr. Philipp eine ausgezeichnete Arbeit geleistet hat, beweist alleine die Tatsache, dass ich nach dem Eingriff keinerlei Schmerzen oder sonstige Komplikationen hatte. Die großartige und herzliche Pflege und Betreuung in der Augenuniklinik haben ihren Rest dazu beigetragen.

Möchte diese Stelle nutzen und mich recht herzlich bei OA Dr. Christian Kunze für die Überweisung nach Innsbruck, sowie die laufende tolle Betreuung auch jetzt nach der Operation bedanken. Weiterer Dank natürlich auch an Univ. Prof. Dr. Wolfgang Philippp und sein Team an der Uniklinik in Innsbruck für die hervorragende Arbeit. Kann jedem der Augenprobleme hat, nur raten, den Weg nach Innsbruck auf sich zu nehmen.

Ich hoffe auf den folgenden Seiten finden eventuell Betroffene, aber auch Interessierte und Angehörige einige interessante und nützliche Informationen rund um das Thema Sehen und Hornhaut.

Viel Spaß wünscht

Michael Mäser




PAS